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Jahreshauptversammlung OV Lichtenfels
- Samstag, 25. März 2006 -
Plädoyer für den Erhalt des Postmonopols

 Ehrung
 
Der Postverband ehrte bei seiner Hauptversammlung
mehrere langjährige Mitglieder.
Foto: thi
LICHTENFELS - Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Lichtenfelser Ortsverbandes der Kommunikationsgewerkschaft Deutscher Postverband (DPVKOM) in der Gaststätte Wallachei stand neben mehreren Ehrungen für langjährige Mitglieder ein Vortrag von Elisabeth Kopp, der stellvertretenden Bundesvorsitzenden.

Einleitend blickte der Ortsvorsitzende Thomas Dümmlein auf einige herausragende Ereignisse des vergangenen Jahres zurück. Die Mitgliederzahl verzeichnete einen leichten Rückgang auf 216. Eine große Freude war es schließlich für den Vorsitzenden, dass er zusammen mit seinem Stellvertreter, Johannes Lippert, gleich sechs langjährige Mitglieder für ihre Treue zur Gewerkschaft DPVKOM auszeichnen konnte. Armin Bauer aus Altenkunstadt, Dieter Schmidt aus Lichtenfels und Hans Schreier aus Mitwitz wurden für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt; Franz Dümmlein aus Neuensee, Heinrich Paravan aus Burgkunstadt und Paul Schmidt aus Marktzeuln für 50-jährige Treue.

Elisabeth Kopp ging zunächst auf den für den 1. Januar 2008 geplanten Wegfall des Postmonopols ein. Dieses Monopol habe in der Vergangenheit die Arbeitsplätze der Deutschen Post gesichert, denn 93 Prozent des Umsatzes im lizenzierten Bereich (Briefsendungen bis 1000 Gramm) mache allein die Post. Dies waren mehr als zehn Milliarden Euro im letzten Jahr. Auf alle Wettbewerber der Post, dies seien etwa 900 aktive Lizenznehmer, entfielen zusammen nur 700 Millionen Euro Umsatz. Nur Arbeit sichere Arbeitsplätze. Mit sinkenden Umsätzen würden auch die Preise und die Verkehrsmenge, also der Absatz, sinken, was wiederum Arbeitsplätze kosten würde. Dies zeige die Erfahrung der letzten fünf Jahre. Leicht fallende Umsätze und Einsparungsmaßnahmen hätten zum Verlust von 30 000 Arbeitsplätzen geführt. Bei den Wettbewerbern stieg dagegen im gleichen Zeitraum die Zahl der Beschäftigten um 16 000 auf 33 000, die allerdings zu 75 Prozent als geringfügig Beschäftigte mit Minijobs tätig sind. Im Unternehmensbereich Brief der Deutschen Post arbeiteten aber noch fast 100 000 Vollzeitkräfte und nur etwa 0,5 Prozent Mini-Jobber.

thi
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